Klima

Ein ständiges Wechselspiel aus Sonne, Wind und Wolken

Die Vorstellung einer verregneten Bretagne wurde schon oft verbreitet. Doch – auch wenn es hier nicht so heiß ist wie in Saint Tropez – ist das Klima viel angenehmer als viele Neider oft behaupten. Das milde Seeklima gliedert sich in unzählige Mikroklimazonen auf. Die Gezeiten und die Winde verändern den Anblick des Himmels und der Jahreszeit mehrmals an einem Tag. Wolken und Licht bieten ein ständiges Schauspiel!

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Wenn der Golfstrom Palmen wachsen lässt

„Es regnete ohne Unterlass in Brest…”, so schrieb einst Prévert. Doch Künstler übertreiben immer. Denn wie könnten sonst zwischen Sand und Stechginster Palmen und Kakteen sprießen? Der Golfstrom verhilft der Bretagne zu einem milden, wechselhaften Seeklima. Die Winter sind angenehm, der Frühling kommt vorzeitig. Von Lorient bis Pornic sind jährlich durchschnittlich mehr als 2 000 Sonnenstunden zu verzeichnen.

Vier Jahreszeiten an einem Tag

Der Einfluss der Gezeiten und die Lage der Bretagne in Bezug auf die Polarfront führen zu raschen Wetteränderungen. In wenigen Stunden lässt strahlende Sonne vorübergehende Wolken vergessen. Stecken Sie also immer Badeanzug und Windjacke in Ihren Wanderrucksack!

Mikroklimazonen – Fakt oder Falschmeldung?

Der Bewohner des Morbihan bestätigt, dass es in der Golfregion immer schön ist. Der Kapitän des Schnellboots zwischen den Inseln Les Glénan rät Ihnen zu Sonnencreme, obwohl der Horizont in Bénodet wolkenverhangen ist. Beide haben Recht. Die Gezeiten und die Meeresbrisen schaffen aktive Mikroklimazonen, die oft nur wenige Kilometer weit reichen. Im Sommer profitieren normalerweise die Halbinseln und Inseln besonders davon.

Es lebe der Wind!

Die häufigen und oft starken Winde haben viele Vorzüge. Sie blähen die Segel der Boote, treiben Windkraftanlagen an, sorgen für saubere Luft und eine frische Brise. Der Südwester vertreibt den berüchtigten „Sprühregen“. Der Nordwester dagegen bringt manchmal heftige Regengüsse mit.

Das Licht, eine natürliche Zierde

Der Himmel erstrahlt selbst an grauen Tagen im hellen Licht. Egal, ob es sich um kräftige Strahlen handelt, die die Cumulo-Nimbus-Wolken durchbrechen, um eine versilberte Schaumkrone auf den Wellen oder ein mysteriöses Lichtbündel über der Heide – jeder Lichteinfall ist voller beeindruckender, unfassbarer und lebendiger Nuancen. Wahre Gemälde!

Hätten Sie's gewusst?

Wer hat doch gleich gesagt…?

Fotografen und Maler waren fasziniert von der Palette des bretonischen Lichts. Matisse liebte das „versilberte Licht“ und den „Perlmutthimmel“. Gauguin gesteht, er habe „nie solch zarte Farbtöne gesehen“.