Die Antike

Die Bretagne der Druiden, Cäsars und Asterix'

Auf die Errichter der Megalithe folgen die aus Mitteleuropa gekommenen Kelten. Diese auf vielen Gebieten bewanderte Bevölkerungsgruppe kann sich mit ihrer Sprache und ihren Bräuchen durchsetzen. Mit ihnen entsteht die bleibende Vorstellung einer Gegend voller Legenden. Trotz ihres Widerstands können sie Cäsar und seine Truppen nicht daran hindern, die Region 56. v. Chr. zu erobern. Die Provinzen entstehen auch gegen den Willen der unbeugsamen...

Auf die Errichter der Megalithe folgen die aus Mitteleuropa gekommenen Kelten. Diese auf vielen Gebieten bewanderte Bevölkerungsgruppe kann sich mit ihrer Sprache und ihren Bräuchen durchsetzen. Mit ihnen entsteht die bleibende Vorstellung einer Gegend voller Legenden. Trotz ihres Widerstands können sie Cäsar und seine Truppen nicht daran hindern, die Region 56. v. Chr. zu erobern. Die Provinzen entstehen auch gegen den Willen der unbeugsamen Einheimischen!

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Die Kelten gehen in die Geschichte ein

500 v. Chr. bringen die Kelten ihre Zivilisation auf die Halbinsel. Sie prägen das von ihnen Aremorica (oder Armorica = das Land vor dem Meer) getaufte Gebiet auf Dauer.  Die Namneter lassen sich im Norden von Nantes nieder, die Veneter im Morbihan, die Osismer an der Spitze des Finistère, die Coriosoliter an der Côtes-d’Armor, und die Riedoner im Nordosten. In den Dörfern und Befestigungsanlagen entstehen Werkstätten, in denen herrliche Metallarbeiten gefertigt werden. Sie haben uns einen Schatz an Münzen hinterlassen, der vor allem im  Musée de Bretagne in Rennes zu sehen ist.

Quelle zahlreicher Legenden

Die Gesellschaft stützt sich auf einen Kriegsadel und eine Priesterkaste mit seherischen Fähigkeiten, die  Druiden. Die Religion orientiert sich an den Naturkräften, die in dieser Region besonders ausgeprägt sind. So sollen die Monts d’Arrée  Yeun Ellez, die Tore zum Jenseits, beherbergen. Andere Legenden ranken sich um das „Chaos du Huelgoat“, einen mit Felsen durchsetzten Hochwald, oder die Heidenebel. Barden, Dichter und Musiker verbreiten die Abenteuer der Helden und Götter. Diese reiche Vorstellungswelt lebt heute in einem Universum aus sagenumwobenen Zeichen und faszinierenden Geschichten weiter.

Alle Wege führen zu den Römern

57 v. Chr. besetzen die Römer alle Gebiete Armoricas. Alle? Nein, die Veneter halten Stand. Es bedarf eines vollen Jahres und der ganzen Kraft Cäsars, um sie vor dem Golf du Morbihan zu besiegen. Ein Geflecht aus Wegen verbindet die vier Hauptstädte der damaligen römischen Verwaltungsbezirke: Fanum Martis (Corseul) für die Curiosoliten, Condate ( Rennes) für die Redoner, Dariatum ( Vannes) für die Venter und Vorgium (Carhaix) für die Osismes. Nur wenige Ort zeugen heute noch von der gallo-römischen Ära. Es scheint, dass die Einwohner nur wenig kooperativ waren ihren Besetzern gegenüber. Ohne Zweifel die Cousins von Asterix!

Hätten Sie's gewusst?

Ein altrömisches Festival?

Die 150 000 Festivalbesucher, die jedes Jahr nach Carhaix kommen, wären zweifellos überrascht zu erfahren, dass die Stadt vor 2000 Jahren ein von den Römern gegründetes, bedeutendes Kultur- und Wirtschaftszentrum war.