Stellen Sie sich der Herausforderung: Wer macht die beste Crêpe?
Lust auf eine 100% bretonische Crêpe? Dann nichts wie ran an den Teig!
Monique aus Saint-Quay-Portrieux erteilt Ihnen eine kleine Lehrstunde mit dem traditionellen „Billig“, damit Sie Ihre Handgriffe perfektionieren und den Crêpes-Bäcker wecken können, der in Ihnen schlummert.
Auf zur Crêperie Fleur de Blé noir. Hier erwartet uns Monique, unsere „Billig“-Dame, mit einem breiten Lächeln. Was ist eine Billig? Es ist eine große runde Gusseisenplatte, auf die man mithilfe eines Rozells, einer Art kleinem Holzrechen, den Crêpe-Teig zum Backen aufstreicht. In Anbetracht des Gewichts der „Pfanne“ kommt ein Hochwerfen der Crêpes nicht in Frage. Und Monique erklärt uns eine ganz besondere Technik.
Und jetzt sind wir dran!
Ehe es losgeht, darf zur Aufmunterung ein bretonischer Kir (Cidre mit einem Schuss Johannisbeerlikör) nicht fehlen! Dann eine erste Kostprobe. Eine Crêpes mit Zutaten vom Land oder vom Meer? Julie, eine der Praktikantinnen, entscheidet sich für die erste Wahlmöglichkeit und bestellt eine Galette saucisse (Galette mit Bratwurst). Der Feinschmecker Richard wählt eine Galette Iroise, mit ihrer Füllung aus Jakobsmuscheln. Sein einziger Kommentar: „Köstlich!“ Auf dem Teller feiert unsere Crêpe-Bäckerin die Vereinigung der Buchweizen-Galette mit der Weizenmehl-Crêpe. Was für eine Begabung! Die ganze Raffinesse einer hauchzarten Galette! Moniques Geheimnis? „Die Gärung des Teigs“. Das Dessert ist nun unsere Sache. Dabei geht es um die Wette, wer von uns die beste bretonische Crêpe machen wird. Julie kippt den Teig auf die Billig. Einmal mit dem Rozell glattstreichen und fertig! „Ist das normal, dass da überall Löcher sind?“ Schallendes Gelächter und ein neuer Versuch. Butter, Zucker, Julie versucht sich als °Crêpe-Stylistin“: „Eine Crêpe mit Haube!“
Die Känguru-Crêpe von Richard
„Ich zittere schon“: Richard macht sich ans Werk. Mit Erfolg: „Ich präsentiere Ihnen die Känguru-Crêpe mit Beutel! Jetzt bin ich an der Reihe. Ich hatte gedacht, der Teig sei flüssiger...Mist, Dicke-Rekord! Ich werde sie auf beiden Seiten backen müssen. Es ist gar nicht so einfach, eine hauchzarte Crêpe zu machen! „Alle denken immer, das ist gar nichts“, triumphiert unsere Gastgeberin. Wir probieren das Ergebnis unserer Arbeit. Dann folgt die Stunde der Wahrheit: Richard gewinnt den ersten Preis für „das hervorragende Werk einer 100% bretonischen Crêpe“. Kommentar des Siegers: „Mit meinem Diplom werde ich eine Crêperie eröffnen!“ Die Wette gilt!
Zum Abschluss Ihres Tages können Sie die Mühle Saint-Michel in Saint-Quay-Portrieux besichtigen. Dieses auf einem Hügel inmitten eines Kiefernwaldes erbaute, 180 Jahre alte Gebäude wurde perfekt renoviert. Sie werden dort die so eigene Architektur dieser Bauten und die Geheimnisse der Mehlherstellung kennen lernen.
Noch immer in Saint-Quay sollten Sie unbedingt einen Umweg über die Gemüsegärten von Ponto machen. Das ist die Gelegenheit, um einige besonders seltene Apfelsorten zu entdecken und ein Glas 100%-igen Bio-Cidre zu verkosten. „Yec’h mat, lassen Sie ihn sich schmecken !“





