Es war einmal... eine Lagune mit kristallklarem Wasser, genannt “La Chambre” (das Zimmer). Die kleinen Inseln die sie umgaben, waren umrandet mit feinen, weissen Sandstränden. Auf einer dieser paradiesischen Inseln wuchs eine kleine, blassgelbe Blume, einmalig auf der Welt: die Glenan Narzisse. So etwa kommt dem Besucher diese Inselgruppe der Glenan vor. Fast unwirklich, als sei sie einem Märchen entsprungen. Die Klarheit des blau-grünen Wassers in diesem bretonischen Atoll ist unbeschreiblich, vor allem wenn sich der blaue Himmel in ihm spiegelt. Es gibt aber eine wissenschaftliche Erklärung für diese ungewöhnliche Transparenz . Erstens die geringe Wassertiefe und den sehr hellen Sand auf dem Meeresgrund, und zweitens die Verwesung einer roten Alge, der Maërl. Diese sehr langsam wachsende Alge hat hier ähnliche Funktionen wie die Korallenriffe im Pazifik.
Das Archipel der Glenan-Inseln, ein Vogelreservat
Die Inseln Penfret, Drennec, Loch und Saint-Nicolas gehören zu den wichtigsten Inseln des Archipels. Nur eine, die Insel Saint Nicolas, ist dem Publikum zugängig. Ein Stückchen abseits, beherbergt die “île des Moutons” (Schafsinsel) einen hübschen, weissen Leuchtturm. Nachdem sie lange Zeit von den Leuchtturm-Wächtern und deren Familien bewohnt wurde, ist sie heute, wie verschiedene andere Inseln des Archipels auch, zum Naturschutzgebiet erklärt. Die gesamte Inselgruppe bildet ein wichtiges Vogelreservat.
Das Archipel der Glenan-Inseln, ein Wassersport-Paradies
Nur zirka 20km von Concarneau entfernt ist die Inselkette seit dem Kriegsende auch eine Hochburg für den Unterricht und die Praxis von Segelsport und Tiefsee-Tauchen. Viele der grössten, heutigen Seefahrer Frankreichs haben an der Schule der Glenan Lehrgänge absolviert, manche waren hier sogar Betreuer. Der Segelunterricht der Glenan Schule ist heute noch ein anerkanntes Nachschlagewerk. Das Internationale Zentrum für Tiefsee Tauchen hat sich auch hier niedergelassen, wo die Tiefen der Meere extrem reich sind an Fischen und auch an...Wracks.

Les Glénan - F Le Divenah