Das Archipel von Molène besteht aus einer Hauptinsel, etwa 1 km lang und 900m breit, und einer Kette von kleinen Inselchen mit weissen Sandzipfeln. Im Gegensatz zu Ouessant besitzt Molène einen natürlichen Hafen, der damals das Fischen als Haupttätigkeit der Insel ermöglicht hat. In Zukunft wird es vielleicht der Natur- und Pflanzenschutz sein, der die Einwohner ernährt, da das Archipel als Reservat der Biosphäre erklärt wurde. Auf der “grossen Insel”, der einzigen bewohnten des Archipels, leben heute weniger als 300 Menschen das ganze Jahr über.
Molène entdecken
Hier verkehren weder Autos noch Fahrräder und es ist wahr, dass die Fläche das auch nicht erfordert. In weniger als einer Stunde schafft mal es, die Insel zu Fuss zu überqueren. Das winzige Paradies mit seinen klaren Wassern ist wie zeitlos. Übrigens haben die Einwohner noch bis 1976 nach der Sonnenzeit gelebt! Heute noch ist es möglich auf störrische Verfechter zu treffen, die allen Widerständen zum Trotz an der alten Tradition festhalten. Kein Baum wächst auf dieser Insel, was ihr den Beinamen “kahle Insel” eingebracht hat. Trotzdem kann man auf Molène aussergewöhnliche Fauna, Meeressäugetiere und Nestvögel beobachten.
“Qui voit Molène voit sa peine” - Wer Molène sieht, der sieht seinen Kummer
In verschiedenen Passagen um die Inselgruppe bilden sich gewaltige Strömungen, die die Schifffahrt selbst in Abwesenheit von Klippen ganz besonders gefährlich machen. Dies ist der Fall der Fahrrinne “Fromveur” (grosser Sturzbach) die sehr tief ist und in der die Wassergeschwindigkeit 16 km/h erreichen kann, womit sie Europa's schnellste ist.
Ein Museum auf Molène schildert den Schiffsbruch des britischen Passagierschiffs “Drummond Castle”, in 1896, vor den Küsten der Insel. Um den Rettern für ihre Hingabe zu danken, hat die Königin Viktoria den Inselbewohnern eine Zisterne für den Regenwasser-Auffang geschenkt.

Molène - Y Boelle