Mit 1025 unter Denkmalschutz stehenden , und 1847 als bedeutende historische Bauwerke registrierten Monumenten (Quelle: DRAC Bretagne) gehört die Bretagne zu den Regionen Frankreichs, die dichtestes und reichstes Erbe tragen. Leuchttürme, Herrenhäuser, Kirchen, Häuser, Einfriedungen, Kapellen, die geschützten Gebäude sind extrem vielfältig und charakteristisch. Weniger bekannt sind die zirka 4000 Schlösser der Halbinsel, zu denen mit Stadtmauern umgebenen Burgen gehören (Dinan, Fougères, Saint-Malo…), so wie Residenzschlösser und Schutzburgen entlang der Küsten. Einst errichtet um den Normannen den Weg zu versperren, stand das Fort La Latte anfänglich nur als einfaches kleines Fort auf einem Hügel, der das Meer überblickte.
Im X ten Jahrhundert verbreiten sich über die ganze Bretagne die so genannten „mottes féodales“, hölzerne Bergfrieden, von Gräben umgeben und auf künstlich angelegten Hügeln gelegen. Richtige Steinburgen erschienen nicht vor dem späten XI ten Jahrhundert. Im XII en Jahrhundert führt die Verfestigung der Machtstellung der Herzoge zu der Errichtung wahrer Festungen, wie zum Beispiel in Fougères, angelehnt an befestigte Städte. Küstenstädte bilden einen Verteidigungsgürtel gegen eventuelle Invasoren, während die befestigten Städte im Hintergrund abschreckend gegen aggressive Ausschreitungen der Vasallen wirken sollen. Die Hauptstadt der bretonischen Herzöge, Nantes, birgt deren Hauptsitz, ein Residenzschloss mit acht Türmen, während der zweite Wohnsitz in Suscinio, im Morbihan zu finden ist. Wenn auch viele feudale Schlösser zerstört sind, so sind doch einige fast intakt und andere wurden weitgehend wieder aufgebaut.
Ebenso interessant sind die bretonischen Herrenhäuser aus dem XVI ten Jahrhundert, die einen ganz besonderen Stil zu Tage bringen, die so genannte „bretonische Renaissance“, eine harmonische Mischung aus italienischer Einwirkung und gotischem Baustil. Manche privaten Landsitze der großen, bretonischen Familien, über das ganze Land verstreut, haben bekannte Schriftsteller beherbergt. So ist zum Beispiel Chateaubriand in dem Schloss von Combourg aufgewachsen. Wenn Sie sich mal ein Wochenende lang wie die Marquise von Sévigné fühlen möchten, zögern Sie nicht: planen Sie eine Übernachtung in bretonischen Schlössern!
Eine Seite über französische Schlösser : http://www.casteland.com
Zimmer in Schlössern oder Privatsitzen im Westen Frankreichs:
http://www.bienvenue-au-chateau.com

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