Sillon de Talbert

Unglaublich aber wahr!

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Nein, das ist keine Fata Morgana, auch kein befestigter Deich, erbaut von einer Art Öko-Vauban, sondern vielmehr eine geologische Kuriosität, eine spektakuläre Laune der Natur, die es den Besuchern ermöglicht, am Wasser entlang zu spazieren und dabei eine herrliche, unter Naturschutz stehende Fauna zu bewundern. Dieser legendäre Schauplatz ist dabei gleichzeitig ein Eldorado für Strandfischer.

Ein Steinteppich

Die Sillon de Talbert, eine etwa 3 km in ein Felsen umspielendes Meer hineinragende Landzunge, bildet eine Art Ausrufezeichen auf der Halbinsel des Pays du Trégor. Die enge, nur 35 m breite Landzunge aus Stein und Kieseln wurde von den einander entgegenlaufenden Strömungen des Trieux und des Jaudy gebildet. Diese mineralische Pfeilspitze bietet nicht nur zahlreichen Vögeln Zuflucht und Spaziergängern einen herrlichen Weg, sondern stellt auch einen effizienten Schutz für die Fahrrinne zwischen Paimpol und Bréhat dar. Ein außerordentlicher Ort, den es durch nur vorsichtige Eingriffe zu schützen gilt.

Auf der Straße der Legenden

Den geologischen Begründungen für die Bildung der Landzunge werden einige von Ihnen vielleicht eher die romantischen Legenden vorziehen. Eine von ihnen besagt, dass Merlin diesen Weg geschaffen hat, indem er Millionen von Kieselsteinen ausschüttete, um zur Fee Viviane zu gelangen. Einer anderen zufolge soll sich Morgane auf der Insel Talbert in König Arthur verliebt haben; um zu ihm zu gelangen, soll sie Steine in Richtung Küste geworfen haben, die sich in Millionen von Kieselsteinen verwandelten.

Von kohlgrün bis himmelblau

Naturfreunde und Freiheitsliebende müssen dieses in das Meer hineinreichende Stück Erde einfach ins Herz schließen. Mit der Nase im Wind können Sie hier Blaudisteln, Seekohl und Seerettich entdecken. Zugleich kommen Sie vielen Seevögeln nahe, die hier ideale Nistplätze finden. Zwergseeschwalben, Brachvögel, Steinwälzer, Kormorane und viele andere mehr landen in diesem geschützten Gebiet. Das Küstenkonservatorium ergreift zahlreiche Rettungsmaßnahmen, um eine Beeinträchtigung dieses Gebiets zu vermeiden.

An die Körbe!

Einige an den Küsten ansässige Landwirte kommen im Rhythmus der Gezeiten noch hierher, um Tang zur Düngung ihrer Felder zu ernten. Die Strandfischer im Watt wiederum ziehen Meeresfrüchte vor: Teppichmuscheln, Venusmuscheln, Garnelen, Schwimmkrabben, usw. Wenn Sie Ihr Glück versuchen wollen, können Sie bei den Meeresfrüchtesammlern ein paar Tipps einholen. Ihre Geheimplätze werden sie Ihnen dabei aber nicht verraten.

Hätten Sie's gewusst?

Was soll der Tang auf dem Blumenkohl?

Der am Strand gesammelte Tang wird im April und im Herbst als Dünger ausgetragen, um die Feuchtigkeit des Bodens zu wahren. In der Nähe des Sillon de Talbert bringt er dem Blumenkohl Kali und trägt somit zu seinem prächtigen Gedeihen bei.

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