Maritimes Kulturgut

Das Herz eines Seefahrers, selbst an Land!

Ob bei der Arbeit oder beim Vergnügen, das Meer ist in der Bretagne allgegenwärtig und prägt die bretonische Seele. So werden in hübschen belebten Häfen unter dem aufmerksamen Auge der Leuchttürme traditionelle Segelboote wieder zu Wasser gelassen! Vor den Fischereihochburgen Le Guilvinec oder Concarneau warten schöne Buchten. Und ein wenig weiter entfernt finden Regatten der Formel 1 der Meere statt. Olivier de Kersauzon oder Luc Peyron...

Ob bei der Arbeit oder beim Vergnügen, das Meer ist in der Bretagne allgegenwärtig und prägt die bretonische Seele. So werden in hübschen belebten Häfen unter dem aufmerksamen Auge der Leuchttürme traditionelle Segelboote wieder zu Wasser gelassen! Vor den Fischereihochburgen Le Guilvinec oder Concarneau warten schöne Buchten. Und ein wenig weiter entfernt finden Regatten der Formel 1 der Meere statt. Olivier de Kersauzon oder Luc Peyron machen ihrem Lehrer Eric Tabarly auf berühmten Regatten, wie der in Saint-Malo startenden Route du Rhum oder der Lorient-St Barth’ Regatta alle Ehre.

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Ein neues Leben für alte Segelboote!

Hölzerne Rümpfe, kleine, Sinagot genannte Schoner aus dem Hafen von Séné mit ihren charakteristischen roten Segeln und elegante Sloops werden heute wieder zum Stolz ihrer jeweiligen Heimathäfen. Alle diese alten Segelboote hissen für die Paradefahrten bei den Bootstreffen von Douarnenez und Brest ihre Segel. Im Kielwasser dieser Festlichkeiten lässt die Stadt Paimpol die Seeleute auf Thunfisch- oder Hummerfängern singen, während in Perros-Guirrec rassige Yachten gegeneinander antreten.

Leuchttürme als zuverlässige Küstenwächter

Rund fünfzig Leuchttürme erleuchten für alle Boote die bretonischen Küsten. Als 'Enfers' (Höllen) werden diejenigen bezeichnet, die sich auf dem Meer befinden. Die sich zu Land erhebenden Leuchttürme sind die sogenannten Paradis (Paradiese) und die auf den Inseln werden Purgatoires (Fegefeuer) genannt. Einige dieser Bauten sind zu wahren Legenden geworden. So gilt der mit besonders schönem Holzwerk verzierte Kereon-Leuchtturm als das Palasthotel des Meeres. Der Jument-Leuchtturm wiederum steht mitten in den tosenden Fluten. Der zweifarbige Ar Men wacht über die besonders gefährliche Chaussée de Sein Passage. Der 82,5 m hohe Ile vierge Leuchtturm ist der höchste Europas. Folgen Sie der Straße der Leuchttürme und Leuchtfeuer und machen Sie nähere Bekanntschaft mit diesen Riesen.

Lebendige Fischereihäfen!

Was gibt es nach einer Spazierfahrt auf dem Meer Schöneres, als im Hafenbistro ein Glas zu trinken und auf die malerischen Molen zu blicken. Auf den Kais wird von schönen Fischerbooten aus der Tagesfang direkt verkauft. Die Häuser schmiegen sich eng aneinander, um sich vor dem Wind zu schützen. Auf der Insel Sein, in Sauzon oder Camaret sind ihre Fassaden mit fantasievollen Farben geschmückt. Die mit Fähnchen geschmückten Bojen der ordentlich aufeinandergestapelten Hummerkäfige wie beispielsweise in Rosbras schließen diese fröhliche Farbpalette ab. In Doëlan, Concarneau, Belle-île oder Douarnenez findet man noch größere Gebäude aus dem 19. Jahrhundert. In den dortigen Konservenfabriken herrschte einst reger Betrieb. Bei Belle-îloise, Courtin oder Capitaine Cook werden die Sardinen noch heute auf traditionelle Art und Weise verarbeitet. 

Die Eleganz des Jugendstils

In der Mitte des 19. Jahrhunderts errichteten die Engländer die ersten Seebäder in Dinard. Casinos, Hotels und hinter Pinien verborgene Villen strahlen in Städten wie St-Cast, le Val-André oder Pornic auch heute noch den Charme des Jugendstils aus. Am Strand bergen romantische Strandhütten Spiele und Erinnerungen.

Hätten Sie's gewusst?

Um wie viel Uhr beginnt die Fischauktion?

Concarneau ist mit seiner ab 6.30 Uhr zu besichtigenden Fischauktion der drittgrößte Fischereihafen Frankreichs. Obgleich die Sardine dort nicht mehr das wichtigste Fanggut darstellt, wird sie dennoch noch von einigen örtlichen Konservenfabriken verarbeitet.