Städtisches Kulturgut

Eine in Stein, Holz und Glas geschriebene Geschichte

Die Solidität der Gebäude und die enge Verbundenheit der Bretonen mit ihrem Kulturgut stellen den besten Schutz für die kleinen Gässchen und traditionellen Stadtviertel in den von Kunst und Geschichte geprägten typischen Städten der Region dar. Die Vergangenheit lässt sich am besten zu Fuß, in den Windungen einer Wendeltreppe, auf einem von Fachwerkhäusern gesäumten Platz oder hinter imposanten Befestigungsmauern entdecken. Doch die sehr...

Die Solidität der Gebäude und die enge Verbundenheit der Bretonen mit ihrem Kulturgut stellen den besten Schutz für die kleinen Gässchen und traditionellen Stadtviertel in den von Kunst und Geschichte geprägten typischen Städten der Region dar. Die Vergangenheit lässt sich am besten zu Fuß, in den Windungen einer Wendeltreppe, auf einem von Fachwerkhäusern gesäumten Platz oder hinter imposanten Befestigungsmauern entdecken. Doch die sehr lebendigen Städtchen der Region sind auch für die Gegenwart aufgeschlossen.

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Wo finden sich die schönsten Fachwerkhäuser?

Fachwerk bestimmt das Stadtbild von Vitré, Dinan, Rennes, Vannes oder Quimper, wobei auch hier regionale Unterschiede festzustellen sind. Die ältesten und mit nur wenig Skulpturen geschmückten Häuser finden sich in Dinan. In Vannes oder Morlaix wiederum sind die Fassaden mit farbigen Dekorelementen geschmückt. Saint Malo wiederum ist für Fachwerkhäuser mit bunten Glasfenstern bekannt. Häuser mit . überdeckten, bei Unwetter Schutz bietenden Giebelunterbauten wiederum findet man in erster Linie in Quimper. Eine kleine Verschnaufpause auf der Terrasse eines Cafés bietet die ideale Gelegenheit, um diese architektonischen Schmuckstücke zu bewundern. 

Von Holz zu Stein

Nach den großen Bränden des 17. Jahrhunderts wird in mehreren Edikten die Steinbauweise zur Vorschrift gemacht. In dieser Zeit entstehen große Herrenhäuser in strengem, klassischem Stil. Hinter ihren symmetrischen Fassaden leben in erster Linie Aristokraten oder reiche Kaufleute. Diese Bauten tragen auch heute noch entscheidend zum eleganten Stadtbild der großen Städte der Region bei.

Ein bisschen eng?

Die abgeschlossenen Städte leiden hinter ihren Befestigungsmauern an chronischem Platzmangel. Deshalb baut man wie in Saint-Malo nach oben und sieht großzügige Fensteröffnungen vor.

Traditionen mit Zukunft

Mehreren sorgfältig renovierten alten Gässchen wurde mit dem Einzug von Kunsthandwerkern und Künstlern eine zweite Jugend und zusätzliche Attraktivität geschenkt. Sehen Sie selbst, in Auray oder Rochefort-en-Terre. Die Städte profitieren auch heute noch von der Urbanisierung sowie vom Tourismus des beginnenden 19. Jahrhunderts. Im Zuge dieser Entwicklungen entstanden beispielsweise die Oper und das Rathaus von Rennes, die Jugendstilvillen von Dinard und das beeindruckende Viadukt von Morlaix. Lorient und Brest wiederum besinnen sich augenblicklich ihrer Uferpromenaden. Der vom Architekten Potzamparc geschaffene Kulturkomplex „Les Champs Libres“ in Rennes oder das Seefahrermuseum „Cité de la Voile“ in Lorient zeugen von noch ehrgeizigeren Vorhaben, bei denen jedoch trotz allem die Identität der Region spürbar bleibt.

 Hätten Sie's gewusst?

Wie viele historische Bauten?

Mit ihren 2900 unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden ist die Bretagne nach der Region Ile-de-France die Region mit dem umfangreichsten Kulturgut Frankreichs.