Eine inspirierende Region
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Legende
Die Bretagne trägt die Bezeichnung 'Land der Legenden' wirklich zu Recht. Ihre Geschichte, ihre keltischen Einflüsse, ihre sagenumwobenen Gedenkstätten und die geheimnisvolle Heidelandschaft laden zum Träumen ein. Die Artur-Sagen spielen im Wald von Paimpont. Zwischen den Menhiren und vor den Ufern von Douarnenez hallt das Echo verschwundener Völker und versunkener Städte wider. An besonders beliebten Orten rivalisieren Heilige mit unterschiedlichen Kräften.
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Musik
Musik hat einen hohen Stellenwert. Schon Merlin spielte die Harfe. Barden und Druiden begleiteten sich auf der Lyra. Um sich Gehör zu verschaffen, greifen die Bretonen zu zwei deutlich kräftigeren Instrumenten: zum bretonischen Dudelsack (Biniou) und zur Bombarde, einem Blasinstrument. Die immer lauter werdenden Bagadoù (Mz. von Bagad = Musikgruppe nach dem Vorbild der schottischen Pipe Bands) erfreuen die Herzen und erweitern ihr Repertoire. Sie begleiten sogar die Künstler, die auf den zahlreichen Bühnen und Festivals für Begeisterung sorgen.
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Künstlerisches Schaffen
Jeder Landstrich hat einen eigenen Stil entwickelt. Und das bis ins Extrem! So finden sich in der Bretagne 1 200 unterschiedliche Trachten! Doch hinter allen stehen dieselben Inspirationsquellen. Grafik- und Stickmotive setzen auf starke Kontraste. Die gleichen stilisierten Motive winden sich über Geschirr, Stoffe und Möbelstücke. In Kunsthandwerksstädten wie La Gacilly, Rochefort-en-Terre oder Pont-Scorff wird dieses kulturelle Erbe neu interpretiert.
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Malerei
Die strahlend klaren Farben begeistern Matisse. „Die fabelhaften Abstufungen, das göttliche Funkeln“ verführen Gauguin, den Leiter der Ecole de Pont-Aven. Selbst Boudin verdrehen die Farben des Himmels den Kopf. Wohlgeformte Badende bezaubern Picasso. Die erstaunliche Helligkeit, die starken Kontraste, die Gelb- und Grüntöne der Heidelandschaft, diese ganz besondere 'glaz'-Nuance ('Blau' des Meeres) inspirieren alle Maler.
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Zeitgenössische Künste
Der Fonds Régional d’Art Contemporain (FRAC – Regionalfonds Zeitgenössische Kunst) ist mit seiner Vielfalt an Kunstwerken das Flaggschiff einer Flotte aus Kunstzentren und Galerien, die in den Großstädten oder Dörfern aus dem Boden sprießen. Alle Kunstmedien sind vertreten: Malerei, Zeichnung, Fotografie, Video, Skulpturen, Anlagen.... Neuen Ausdrucksformen auf der Grundlage lokaler Themen oder Materialien wird viel Platz eingeräumt.
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Kino
Seit den Brüdern Lumière steht die Bretagne regelmäßig im Vordergrund. Vom Spielfilm bis zum Kurzfilm, von der Dokumentation bis zum Trickfilm, die Regisseure aus der Region drehen für Kino und Fernsehen. Auch Filmemacher aus Paris und dem Ausland schätzen die hiesigen Landschaften, besonders das Meer. Manuel Poirier hat hier 3 Filme gedreht, Jean-Pierre Jeunet Audrey Tautou angeleitet, Catherine Deneuve gab Quimper im Januar 2010 die Ehre …
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Literatur
Der Romantiker François René de Chateaubriand prägt die bretonische Literatur. Sein Stil scheint auf dem Felsen von Saint-Malo noch heute spürbar. Auch viele andere Autoren waren von ihrer Heimat oder Wahlheimat geprägt. Manche wie Per Jakez Helias in seinem "Cheval d’orgueil" (Das Traumpferd) oder Pierre Loti aus Paimpol ziehen daraus ihre direkte Inspiration. Andere wie Alfred Jarry aus Rennes gehen verwandelt daraus hervor.
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Feste und Festivals
Jabadao-Tanz oder Techno beim Festival Trans Musicales in Rennes? Erzählungen in Gallo oder Filme von Ken Loach in bretonischer Originalfassung in Dinard? Mittelalterliches Turnier in Dinan oder Hip-Hop-Battle? Das ganze Jahr über zeugen Feste und Festivals von der Vitalität und Gastfreundschaft der Region. Das größte Keltentreffen 'Festival Interceltique' in Lorient oder das Festival Les Vieilles Charrues in Carhaix sind von Tausenden Menschen besuchte Ereignisse von landesweiter Bedeutung. Ideal für ein Kulturbad!
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Erzählungen und mündlich überlieferte Traditionen
Die Bretonen mit ihrem Hang zum Mystischen haben stets ein offenes Ohr für Erzähler. Die bei geselligen Abenden überlieferten Geschichten wurden gesammelt, damit nicht in Vergessenheit geriet, dass der Teufel, Ankou, die übernatürlichen Kräfte oder mit Zauberkraft ausgestattete Steine sehr wohl existieren. Beweise dafür finden sich an so manchem Ort! Diese Erzählungen erwachen bei Abendveranstaltungen oder auf Festivals zu neuem Leben.
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Tanz
Die Bretonen tanzten schon immer gern. Ein Beweis dafür ist Madame de Sévigné; zahlreiche Maler aus dem 19. Jahrhundert lassen sie sich von Gavotten oder sonstigen An-dro (bretonischen Kreis- oder Reihentänzen) inspirieren. Heute führen die festoù-noz und festoù-deiz (am Abend und am Tag stattfindende Tanzfeste) beim Publikum jeden Alters zu Kribbeln in den Beinen. An jedem Wochenende teilen Tausende bereits überzeugter und neuer Anhänger miteinander das Vergnügen zu tanzen.



