Legende

Zwischen Mythos und Wahrheit

Die Bretagne trägt die Bezeichnung 'Land der Legenden' wirklich zu Recht. Ihre Geschichte, ihre keltischen Einflüsse, ihre sagenumwobenen Gedenkstätten und die geheimnisvolle Heidelandschaft laden zum Träumen ein. Die Artur-Sagen spielen im Wald von Paimpont. Zwischen den Menhiren und vor den Ufern von Douarnenez hallt das Echo verschwundener Völker und versunkener Städte wider. An besonders beliebten Orten rivalisieren Heilige mit...

Die Bretagne trägt die Bezeichnung 'Land der Legenden' wirklich zu Recht. Ihre Geschichte, ihre keltischen Einflüsse, ihre sagenumwobenen Gedenkstätten und die geheimnisvolle Heidelandschaft laden zum Träumen ein. Die Artur-Sagen spielen im Wald von Paimpont. Zwischen den Menhiren und vor den Ufern von Douarnenez hallt das Echo verschwundener Völker und versunkener Städte wider. An besonders beliebten Orten rivalisieren Heilige mit unterschiedlichen Kräften.

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Merlin, verliebt im Wald von Brocéliande

Die Sagen von Arthur und den Rittern der Tafelrunde sind an jedem Felsen zu finden. Bei Vollmond ist in Saint-Michel-en-Grève das Klirren der Schwertschläge des gegen einen Drachen kämpfenden Arthurs zu hören. Der im Wald von Paimpont zu findende Zauberwald Brocéliande ist ein Sammelsurium mystischer Orte. Der Zauberer Merlin trifft Viviane an der Barentonquelle. Die Fee betört ihn im wahrsten Sinn des Wortes am Fuße eines Baumes. Sein Grab liegt neben dem Jungbrunnen. Die Fee Morgane rächt sich an ihren untreuen Liebhabern, indem sie sie im mit rotem Schiefer umgebenen Tal ohne Wiederkehr (Val sans Retour) gefangen hält. Nur Lancelot kann den Zauber brechen. Manchmal schwebt die Dame Blanche (weiße Dame) an den Wassergräben des feenhaften Schlosses Trécesson entlang.

Versunkene Welten

Zwischen den Menhiren verbergen sich Zauberwelten. Die Korriganen, schelmische Elfen, hüpfen nachts zwischen den Megalithen umher. In Carnac wurden römische Soldaten versteinert und erstarrten so in ihren Gefechtsreihen. Die Steine der Dolmengräber von La Roche-aux-Fées wurden von Feen befördert. Zweifellos erst nach einiger Übung!

Die wunderschöne Stadt Ys wurde von König Gradlon für seine Tochter Dahud in der Bucht von Douarnenez angelegt. Der Teufel stahl den Schlüssel zu den Schleusen und sorgte für die Überflutung der Stadt. Die ertrunkene Dahud verwandelte sich in eine Sirene.

Heilige für Körper und Geist!

7 heilige Gründer mit einem jeweils ganz erstaunlichen Lebensweg werden als Väter der Bretagne verehrt. Sie sind noch heute Mittelpunkt zahlreicher Bittgänge: Saint Patern (Vannes), Saint Corentin (Quimper), Saint Brieuc, Saint Tugdual (Tréguier), Saint Samson (Dol), Saint Malo, Saint Pol Aurélien (Saint-Pol-de-Léon). An ihrer Seite sorgt eine wahre Armee aus Heiligen mit originellen Ritualen ohne Terminvereinbarung für Heilung! Mériadeg heilt mit einer Kirchenglocke von der Taubheit. An der Grabstätte Urfolds vorbeizugehen, soll Rheuma vertreiben. Mit Quellwasser besiegt Méen Hautkrankheiten...

Hätten Sie's gewusst?

Wer ist Sainte Anne?

Sainte Anne, die Großmutter von Jesus und Patronin der Bretonen, trat mehrmals nahe Auray in Erscheinung. Das Wasser ihrer Quelle gibt neue Kraft und fördert die Milchbildung.