Naturparks
Flächenrückeroberung
Die Naturparks sorgen als Vorreiter der nachhaltigen Entwicklung für den Schutz oder die Wiederherstellung eines Gleichgewichts zwischen wertvoller biologischer Vielfalt und menschlichen Aktivitäten. Der armorikanische Park (französisch Parc d'Armoric) bildet die Lebensader des Finistère und ist Ausdruck des Reichtums der örtlichen Naturschätze. Durch die Aufwertung bestimmter Aktivitäten verhalf der Parc de Brière den Moorlandschaften zu...
Die Naturparks sorgen als Vorreiter der nachhaltigen Entwicklung für den Schutz oder die Wiederherstellung eines Gleichgewichts zwischen wertvoller biologischer Vielfalt und menschlichen Aktivitäten. Der armorikanische Park (französisch Parc d'Armoric) bildet die Lebensader des Finistère und ist Ausdruck des Reichtums der örtlichen Naturschätze. Durch die Aufwertung bestimmter Aktivitäten verhalf der Parc de Brière den Moorlandschaften zu neuem Leben. Der zuletzt entstandene Iroise-Meerespark dient dem Schutz der natürlichen Vorkommen durch die Weiterentwicklung der Fischereipraktiken.
Der Parc d'Armoric, ein viergeteiltes Stück Natur
Der im Jahr 1969 gegründete Parc d’Armorique ist der zweitgrößte Naturpark Frankreichs und stellt ein Konzentrat aus Landschaften von hohem emotionalen Charakter dar. Er deckt ein Gebiet mit vier jeweils sehr spezifischen Gebieten ab: Die Inseln der Iroise (Ouessant, das Molène-Archipel und die Sein-Insel), die Halbinsel Crozon, die Trichtermündung der Aulne, auch Aulne maritime genannt, und die Monts d’Arrée. Von Ménez-Home aus schweift der Blick über die zu einem feinen Spitzenwerk geformten Felsränder der Meeresgrotten von Morgat und der Klippen des Cap de la Chèvre. Eine Blume, der Steinsame, setzt blaue Farbakzente an den Rändern der Heide. Von den schroffen Felskämmen aus eröffnet sich ein herrlicher Blick. Wanderungen sind sicherlich der beste Weg, die Geheimnisse des Parks zu entdecken.
Der Parc de Brière, zwischen Wasser und Land
Der Parc de Brière ist in den 1970er Jahren aus dem unglaublichen Reichtum einer aus feuchten Wiesen, Hügeln, Schilfgürteln und Kanälen bestehenden Landschaft entstanden. Dieses im Herzen der Halbinsel von Guérande befindliche und einst von der Trockenlegung bedrohte Kleinod wurde dank der Wiederaufnahme traditioneller Aktivitäten neu bewässert. Mit der Rückkehr der flachbödigen Kähne und dem Zuschnitt des Schilfs konnte das Kanallabyrinth am Leben gehalten werden. Ein Glück für die hier lebenden Löffelenten, Eisvögel, Brandenten, Aale oder Hechte.
Der Parc d’Iroise, der erste Meeresschutzpark
Der an der äußersten Spitze des Finistère gelegene Parc d'Iroise ist der erste vollkommen marine Naturpark zwischen Sein und Ouessant und zieht sich über 3 500 km² Fläche bis an die Grenzen der territorialen Gewässer hin. Er umfasst das Meeresmilieu vom Meeresgrund bis zum Tideland, das heißt dem von der Ebbe freigelegten Land. Die Liste der in diesem Park geschützten Arten ist nahezu unendlich: So beherbergt er das größte Algenfeld Europas mit mehr als 300 verzeichneten Arten, mehr als 120 Fischarten, ¼ der französischen Meeressäugetier-Population (Delfin- und Robbenkolonien) und viele weitere Arten.
Hätten Sie's gewusst?
Demnächst der Golf von Morbihan ?
Der Golf von Morbihan und die Smaragdküste dürften ebenfalls bald indie Familie der Naturparks aufgenommen werden. Eine verdienteAnerkennung für diese wunderschönen Gebiete, die zahlreicheÜberraschungen für ihre Besucher bereithalten.
Sehenswertes
Sturm auf Ouessant



