24 Stunden an Bord der Saint‑QuaiFahren Sie mit Christophe auf einem alten Langustenfischerboot bis zum Sonnenuntergang
Echt bretonisches Erlebnis

24 Stunden an Bord der Saint‑Quai

„Fock back an Backbord“. Keine Sorge, Seglerjargon müssen Sie zum Glück nicht beherrschen, um vom gleichnamigen Hafen aus auf der Saint-Quay in See zu stechen. Christophe, der freundliche Kapitän, weiß, was zu tun ist, damit sich seine Matrosen auf dem Holzsegelschiff wohlfühlen. Eine 24-stündige Reise auf dem ehemaligen Langustenfischerboot ist ein wahres Konzentrat an Entdeckungen, Geselligkeit und Staunen.

Kurs auf schöne Eindrücke!

Auf dem Deck herrscht freudige Aufregung. Die Saint-Quay macht sich mit einer buntgemischten Besatzung an Bord bereit für ihre Seefahrt. Christophe, der flotte Kapitän, der von Kindesbeinen an Seemann ist, verteilt die Schwimmwesten und holt dann eine Karte im XXL-Format hervor. Nach dem Prüfen der Wettervorhersage skizziert er die geplante Route. Die ablaufende Strömung führt uns zum Bréhat-Archipel. Antony macht die Leinen los und das Boot schüttelt sich, um mit Unterstützung des Motors den Hafen zu verlassen.

Am Ruder eines Traditionsseglers

Nachdem wir den Damm hinter uns gelassen haben, überlässt mir Christophe das Ruder, um mithilfe von Elsa und Antony das Großsegel zu setzen. Auf einem 25-t-Segler braucht man etwas Kraft, um das Ruder zu halten. Aber was für eine Freude, wenn man spürt, wie der große Schiffsrumpf zwischen der Pointe du Sémaphore und dem Leuchtturm mit der roten Haube der Île Harbour reagiert.
Nachdem sich der Wind gelegt hat, kommen Kaffee und Limonade an Deck. Vor der Kulisse der Klippen von Plouha berichtet Christophe über die Geschichte der Saint-Quay, ihre Restaurierung und die Details der Dundee-Takelage.

Unter vollen Segeln

Der Wind frischt leicht auf: zurück an die Taue und die Ohren gespitzt! Unter den Anweisungen des Kapitäns wird das Focksegel steuerbord aufgetakelt und der Besan gehisst. Mit ausgeschaltetem Motor lässt nun nur der Wind die Segel vibrieren, begleitet vom Plätschern des Wassers am Rumpf. Um unseren Kurs Richtung Bréhat zu halten, bleiben wir klar zur Wende. Umgeben von Wanten gibt Christophe an, welches Tau zu greifen ist. Zwischen Kontemplation und Aktion begleiten schöne Überraschungen unsere Fahrt. Da, dort taucht ein Basstölpel mit dem Kopf voran. Dann spielen die Wolken mit den Sonnenstrahlen. Und dort schießen drei Makrelen aus dem Wasser empor, die von Elsa mit dem Schleppnetz gefangen wurden.

Eine 1000-Sterne-Unterkunft

Der an Deck geholte Fisch erinnert uns daran, dass wir einen Ankerplatz zum Abendessen und für die Nacht wählen müssen. Es ist die Anse de Bréhec, die uns im Schutz ihrer Klippen aufnimmt. Ein kurzer Regenschauer reinigt das Deck, als die Segel zügig von Ben und Christophe eingeholt werden. Etwas Schalotte und Senf und die Makrelen verschwinden im Ofen, während sich der Aperitif dem Ende zuneigt. Für die Mahlzeit stehen lokale Produkte im Mittelpunkt. Die 27 Seemeilen stecken uns in den Knochen und es ist Zeit, in die Koje zu kriechen und sich in den Schlaf wiegen zu lassen. Vor allem, da am nächsten Tag frühes Aufstehen auf dem Programm steht!

Sonnenaufgang und Seeparade

Nach einer guten Mütze Schlaf sind wir ab 6.30 Uhr an Deck. Der Sonnenaufgang hat uns aus den Kojen gelockt. Während der Granit in goldenes Licht getaucht wird, steigt die Sonne hinter dem Horizont empor. Ben lächelt breit: „Ich bin so glücklich!“. „Man könnte meinen, am Ende der Welt zu sein“, fügt Amandine hinzu. Kaffeeduft weckt uns aus unseren Träumen. Kaum dass die Frühstückscrêpes verzehrt sind, lichten wir den Anker. Als wir uns Saint-Quay-Portrieux, nähern, stellt Christophe das Schiff stolz vor dem Strand Plage du Casino zur Schau. Am Kai von Saint-Quay wird das Focksegel auf dem Anleger gefaltet und die Persenning wieder über den Baum gezogen. Dennoch sind alle, laut Ben „bereit, wieder loszusegeln“.

Preis ab

100 €

pro Person

Dieses erlebnis beinhaltet

  • die Bootsfahrt bei Sonnenuntergang und -aufgang
  • die Teilnahme an den Manövern
  • Abendessen und Frühstück an Bord

ZUSATZINFORMATIONEN

  • Treffpunkt im Hafen Port d’Armor in Saint-Quay-Portrieux. Abfahrt um 14 Uhr, Rückkehr um 12 Uhr am nächsten Tag.
  • Vorabreservierung wird dringend empfohlen
  • Nicht vergessen: wasserfeste, warme Kleidung, Deckschuhe und/oder Stiefel, Stirnlampe, Bettdecke und Kissen.
  • Teilnehmerzahl (min-max): 4 bis 8 Personen
  • Zeitraum: Mai bis Oktober (nach Wetterlage)
  • Fremdsprachen: Englisch

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