© Vincent Michel
Fliegenfischer‑Kurs mit Philippe Inmitten der Flüsse der Monts d'Arrée
Echt bretonisches Erlebnis

Fliegenfischer‑Kurs mit Philippe

Erleben Sie die magische Welt des Fliegenfischens mit Philippe Dolivet, einem ausgebildeten Fliegenfischer-Guide und Naturliebhaber: In den klaren Gewässern des Léon, des Pays de Morlaix und im Herzen des Finistère sind Sie mitten in der Natur und lernen das Fliegenfischen – die Bewegungen und die innere Ruhe dafür.

Fliegenfischen mit der Familie

Weder mein Sohn François noch ich hatten jemals eine Angelrute zum Fliegenfischen, also eine Fliegenrute, in der Hand. Unser einziger Anhaltspunkt waren die wundervollen Bilder der Robert-Redford-Produktion „Aus der Mitte entspringt ein Fluss“. Christian, mein Mann, hatte aber zumindest einige Grundkenntnisse der Fliegenfischerei: Es war also der perfekte Moment, diese Art der Fischerei als Familie zu erleben.
Das Treffen mit Philippe, dem ersten diplomierten Fliegenfischer-Guide Frankreichs, fand an den Ufern des Drennec-Sees statt. Hier sollten wir die Grundbewegungen einer sauberen Wurftechnik lernen. „Von Kindesbeinen an war ich vom Wasser und den Fischen wie magisch angezogen. Diese Lebensart anderen zeigen zu dürfen, das ist für mich ein echtes Glück und eine Berufung. Wusstet Ihr eigentlich, dass die Bretagne eine der letzten Regionen Frankreichs ist, wo es noch wilde Forellen gibt?“ Philippe heißt uns herzlich zum Fliegenfischen willkommen und seine Leidenschaft schwappt direkt auf uns über.

Eintauchen in eine andere Welt

„Eine Bewegung in 2 gleichlangen Takten, wie bei einem Metronom, in einem Winkel zwischen 10 und 13 Uhr wie bei den Zeigern einer Uhr“ Die Bewegungen stellen sich ein, das Timing verbessert sich allmählich und Philippe hat genau die innere Ruhe und Geduld, wie sie typisch ist für einen Fischer. Bald schaffen wir es, die ersten Meter der Fliegenschnur durch die Luft zu zaubern, wie durch Magie, verblüffend. „Das reicht, um an einem wilden Gewässer die Fliege auszubringen“. Mit Wathosen ausgestattet treten wir in eine andere Welt. Inmitten des Flusses Aulne sind nun alle unsere Sinne geschärft. Die Kiesel rollen unter unseren Sohlen, die Strömung erfasst uns, das kühle Nass ergreift uns. Den Fluss lesen, in sich aufzunehmen, eins zu werden mit dem Gewässer, um seine Mysterien zu erkunden und die Bewohner kennenzulernen. „Man beobachtet von seinem Posten über der Wasseroberfläche eine außergewöhnliche Artenvielfalt, in der man mittendrin ist.“

Die Magie der Fischringe

Die Spur eines Otters zu erkennen und sie zu riechen („ein bisschen wie strenger Honiggeruch“), dem Eisvogel beim Eintauchen zuzusehen, die Bachstelze bei der Jagd auf Eintagsfliegen zu beobachten („Da paaren sich die Maifliegen, man erkennt es an ihrem Ballett in der Luft, ihrem Pendelflug“) – all das macht uns große Freunde und Philippe kennt sein Handwerk perfekt. Er dreht Steine im Bachbett um und zeigt uns die verborgene Welt der Wasserinsekten. Fasziniert beobachten wir die vielen Larven wie harmlose kleine Drachen, die sich dann allmählich in hübsche, geflügelte Insekten verwandeln. Die Forellen reagieren auch auf sie, wenn die Insekten an der Wasseroberfläche treiben. Verblüfft sehen wir zu, wie diese kleinen Segelboote in diskreten Ringen an der Oberfläche verschwinden, eingesaugt von den steigenden Fischen. „Hat man die Forelle einmal entdeckt, gilt es nun, die Insekten, also die Fliegen, so perfekt wie möglich nachzumachen, um die Fische anzulocken.“

Eine ökologisch-verantwortliche Art der Fischerei

Eine rotgetupfte Forelle hat sich soeben eine Eintagsfliege an der Oberfläche geschnappt. „So, Christian, jetzt legst Du Deine Fliege etwa 50 Zentimeter oberhalb des Ringes ab.“ Die Schnur und das Vorfach rollen ab, die Fliege setzt sanft auf. Sie treibt einen Augenblick mit der Strömung, bis sie in einem Schwall verschwindet. Die Forelle beißt an. Christian spannt die Schnur, die Rute biegt sich. Nach einem kurzen Getümmel gibt die Forelle auf, zeigt uns ihr wundervolles Kleid: Wie ein Gemälde liegt sie im Netz. Wir befreien sie gleich von der Fliege – ohne Widerhaken – und sie schießt zurück in die Freiheit, um „einen anderen Angler zu beglücken und ihre Art zu erhalten.“ Mein Mann ist ganz glücklich und ich verstehe nun, wie man eine Leidenschaft für das Wasser haben kann. François, mein Sohn, hat dann Tags darauf seine ersten Forellen im Fluss Elorn gefangen. Das üppige Picknick mit Bio-Produkten aus der Region, zu dem uns Philippe eingeladen hat, hat mich dann vollends von den Vorzügen dieser Lebensart überzeugt.

 

 

…den Fluss lesen, ihn in sich aufnehmen und eins werden mit dem Gewässer, um seine Geheimnisse zu verstehen und die Bewohner kennenzulernen…

Preis ab

220 €

pro Person

Dieses Erlebnis beinhaltet

  • Eine Einführung in die Fliegenfischerei mit Philippe Dolivet, Dauer: 1 Tag
  • Individuelle Betreuung
  • Leihmaterial wird zur Verfügung gestellt
  • Picknick am Wasser

Weitere Informationen

  • Als einer der größten Forellen-„Reservoirs“ Frankreichs, ist der Drennec-See an 7 Monaten im Jahr Anglern zugänglich, die Saison geht bis zum 30. Oktober.
  • Philippe verfügt über maßgeschneiderte Angebote, von Einsteiger- und Fortgeschrittenenkursen über Bootsfischerei (19-Fuss Sheelin-Boot mit thermischem und elektrischem Motor. Individuelle Basis oder bis maximal 3 Teilnehme : ab 140€ pro Tag und Person (Basis 3 Teilnehmer).

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