Verwaltungsdivisionen

Eine ganz im Westen gelegene Region!

Die Bretagne ist die westliche Landspitze Frankreichs. Die sich über 300 Kilometer erstreckende Region umfasst historisch gesehen 5 Departements: Côtes d’Armor, Finistère, Ille-et-Vilaine, Loire-Atlantique und Morbihan. Aufgrund ihrer geografischen Größe, ihrer städtischen Zentren, ihrer 4 Mio. Einwohner, ihrer bedeutenden Geschichte und ihrer dynamischen Entwicklung stellt die Bretagne eine der wichtigsten Regionen Europas dar. Ihre nach...

Die Bretagne ist die westliche Landspitze Frankreichs. Die sich über 300 Kilometer erstreckende Region umfasst historisch gesehen 5 Departements: Côtes d’Armor, Finistère, Ille-et-Vilaine, Loire-Atlantique und Morbihan. Aufgrund ihrer geografischen Größe, ihrer städtischen Zentren, ihrer 4 Mio. Einwohner, ihrer bedeutenden Geschichte und ihrer dynamischen Entwicklung stellt die Bretagne eine der wichtigsten Regionen Europas dar. Ihre nach vielen Seiten hin offene Lage ist zweifellos ein Grund für ihre Gastfreundlichkeit.

Mehr Text

Foto 1 Verwaltungsdivisionen Foto 2 Verwaltungsdivisionen Foto 3 Verwaltungsdivisionen Foto 4 Verwaltungsdivisionen Foto 5 Verwaltungsdivisionen

Eine Landspitze oder vielmehr eine Halbinsel?

Im Westen versenkt Europa seine Landenden im Ozean. „Finistère“ nennt sich die westlichste Region der Bretagne – der Begriff stammt vom Lateinischen „finis terrae“, was wörtlich übersetzt „Ende der Welt“ heißt. Die Bretagne, ein Felsvorsprung mit einer Fläche von mehr als 30 000 km², trotzt dem Atlantik. Ihre 2 700 Küstenkilometer verknüpfen ihr Schicksal eng mit dem des Meeres.

Bewegliche Grenzen

Seit einem Erlass von 1941, der 1956 durch einen weiteren Erlass bestätigt wurde, umfasst die Bretagne aus Verwaltungssicht 4 Departements. Sie trennte sich vom Departement Loire-Atlantique, das historisch gesehen mit den 4 bretonischen Departements verbunden ist. Immerhin befindet sich das Schloss der Herzöge der Bretagne in Nantes. Was die Natur anbelangt, so unterscheidet sich die Region Armor, das Land des Meeres, von der Region Argoat, dem Land der Wälder. Doch an den Küsten verschmelzen Land und Meer. Betrachtet man die Sprache, so wird westlich der Linie Saint-Brieuc – Vannes vielfach Bretonisch gesprochen, während man im Osten, also in der Hochbretagne, Gallo hört.

Überschaubare Städte

Ganz wie die Hauptstadt Rennes sind auch die Städte Brest, Lorient, Vannes, Quimper, Morlaix… in die grüne Landschaft eingebettet und von überschaubarer Größe. Nur 16 der 1 268 Kommunen haben mehr als 15 000 Einwohner. Trotz des Aufschwungs der Städte bleibt die Bevölkerung ländlicher geprägt als der Durchschnitt der französischen Regionen. Die Menschen wohnen in benachbarten Dörfern, die sich zu 40% entlang der Küste konzentrieren. Die Namen der Orte erinnern mit Präfixen wie Plou, für „Gemeinde” oder Ker für „Dorf” an ihren bretonischen Ursprung.

Vielfalt und Einheit

Dank ihrer hohen Anziehungskraft kommen immer neue Bevölkerungsgruppen in die Bretagne; Erwerbstätige, die von ihrer Dynamik begeistert sind, ebenso wie Heimkehrer. Die Integration stellt dabei keinerlei Probleme dar, sondern vielmehr geht diese bunte Mischung mit einem besonders ausgeprägten Gemeinschaftssinn einher. So bilden sich Städtenetzwerke und 21 „Pays” (Gebiete) wurden geschaffen, um eine solidarische und vernünftige Entwicklung sicherzustellen. Als Bindeglied zwischen der Kommune und dem Departement vereinen diese Gebiete Akteure aus derselben Gegend, um lokale Projekte voranzubringen.

Hätten Sie's gewusst

Warum geht die Sonne in der Bretagne so spät unter?

An dieser westlichen Landspitze geht die Sonne eine halbe Stunde später unter als in Paris. Außerdem ist es aufgrund der Rückstrahlung des Meeres länger hell. So kann man auch die Landschaften länger genießen!