© Yannick Derennes
Insel Sein Insel der Gefühle
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Insel Sein

Die im Ozean gelegene Île de Sein verspricht unzählige Begegnungen. Die Begegnung mit sich selbst in den Kiesfeldern, die Begegnung mit der Natur in der vom Wind glattgebürsteten Heide, die Begegnung mit der Warmherzigkeit der Insulaner, die bei Sonnenschein vor ihren bunten Häusern entlang der Kais sitzen und die Besucher bei ihrer Ankunft der Insel begrüßen.

Insel der Gefühle

Ein Floß aus Sand und Felsen

In etwa acht Kilometern Entfernung von der Pointe du Raz aus scheint es, schimmert unter der Horizontlinie noch eine zweite Linie auf dem Meer: die nur 1,8 Kilometer lange Insel Sein. Enez-Sun – so lautet ihre bretonische Bezeichnung – hat Charakter. Dieser von Wind und Wellen geprüfte, im gleißenden Sommerlicht badende Ort ist einmalig und außergewöhnlich, weit ab von Zeit und Welt. Die Bewohner sind so fest wie Napfschnecken mit ihrer Insel verbunden und legen dabei eine erfreuliche Unabhängigkeit und großzügige Solidarität an den Tag.

Das Steinfeld

Landet man zu Füßen des grün-weißen Leuchtturms an, gerät man sofort ins Staunen: Die Überfahrt von Audierne führt entlang der Klippen von Cap-Sizun und zeigt Ihnen die Pointe du Raz aus einem neuen Blickwinkel. Sobald Sie den Fuß an Land gesetzt haben, werden Sie sich zunächst an den rosafarben, gelb oder bläulich verputzten Häusern am Quai des Pampolais erfreuen. Hinter manchen dieser farbigen Wände verbirgt sich ein typisches Bistrot, in dem man den Hummer mit den Fingern isst. Hinter dem Deich und der ersten Fassadenfront ducken sich die Häuser in verwinkelte Gassen, um sich vor dem Wind zu schützen. Einige dieser Gässchen sind nur 85 Zentimeter breit. Gerade genug für ein Holzfass!

Jenseits des Hafens erstreckt sich die Heide bis zu sechs Meter hoch und wird manchmal von Springfluten überschwemmt. In dieser niederwüchsigen Vegetation findet man keine Bäume. Nur Steinmauern ragen empor, hinter denen sich kleine Anbauflächen verbergen. Der große Leuchtturm, der vor den durch die Erosion geschliffenen Felsen verankert ist, scheint auch über die bezaubernde Kapelle St-Corentin zu wachen. Sie beherbergte einst eine Heiligenstatue, deren Bischofsstab die Seeleute in die von ihnen gewünschte Windrichtung drehten.

Helden des Alltags

Die Bewohner der Insel, die mutig den Elementen trotzen und freiheitsliebende, geschickte Seeleute waren und sind, haben sich aktiv an Seerettungsmaßnahmen und am französischen Widerstand beteiligt. Nach dem Aufruf vom 18. Juni 1940 stießen die 150 wackeren Männer der Insel zu den Truppen des Generals Charles de Gaulle. Das war fast ein Viertel der ersten Freiwilligen.

Fähren zur Ile de Sein

Die Fährgesellschaft „Penn Ar Bed“ bringt Sie das ganze Jahr über von Audierne und Camaret zur Insel Sein. Die Abfahrtszeiten der Fähren finden Sie hier. Der Plan ist in französischer Sprache, aber dennoch sehr leicht zu lesen. Sie sollten nur die Wochentage kennen:

  • D = dimanche = Sonntag
  • L = lundi = Montag
  • M = mardi = Dienstag
  • M = mercredi = Mittwoch
  • J = jeudi = Donnerstag
  • V = vendredi = Freitag
  • S = samedi = Samstag

 

Wussten Sie schon?

Wer bezahlt was?

Colbert, Finanzminister Ludwigs XIV., befreite die Inselbewohner von der Grundsteuer, da er der Meinung war, sie hätten genug mit den unbezähmbaren Naturgewalten der Insel zu tun.

Offizielle Website des Tourismusverbands der Bretagne
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