© Emmanuel Berthier
Die Heidelandschaften und Menhire von Monteneuf Im Herzen der Bretagne und der Menhire
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Die Heidelandschaften und Menhire von Monteneuf

Die Heideflächen von Monteneuf offenbaren ein bezauberndes archäologisches und natürliches Erbe. Inmitten von Heidekraut und Ginster führen uns die Menhire von Monteneuf bis an die Ursprünge unserer Geschichte zurück. In der Nähe des Waldes von Paimpont gestalten sie eine faszinierende Landschaft.

Im Herzen der Bretagne und der Menhire

Meisterwerke des Neolithikums

Die Menschen der Jungsteinzeit haben nicht auf Obelix gewartet, um die Menhire (bretonisch für „aufrecht stehende Steine“) zu behauen und aufzureihen. 4.500 bis 3.000 Jahre v. Chr. setzten die ersten Bauarbeiter unserer Zivilisation über 420 Megalithen in die Heidelandschaften von Brocéliande. Die mit Flechten verzierten Monolithen aus purpurfarbenem Schiefer bilden sieben von Osten nach Westen ausgerichtete Reihen. Sie stehen auf Lichtungen, umgeben von Ginster und kurzem Gras. Nicht weit entfernt verstecken sich Dolmen und Galeriegräber unter den Bäumen. Sich zwischen diesen unbeweglichen Riesen zu bewegen, ist ein eindrucksvolles Erlebnis.

Frühgeschichte live

Auf dem 7,5 Hektar großen Gelände der „Menhirs de Monteneuf“ sehen Sie die genialen Techniken, die unsere wackeren Vorfahren entwickelt haben. Rekonstruktionen zeigen, wie die Menschen damals vermutlich die schweren Menhire angehoben und getragen haben. Eine Übung nicht nur für Kraftprotze! Workshops verraten Ihnen die Geheimnisse des Entzündens eines prähistorischen Feuers, die Errichtung eines Cairns oder einer neolithischen Unterkunft. Eine fantastische Zeitreise zu den ersten Dörfern unserer Geschichte!

Auf den Spuren von Kobolden und legendären Rittern

Sternförmig rund um Felsbrocken angelegt, wagen sich markierte Wege in den Wald vor und überqueren bisweilen eine Römerstraße. Sie führen in die einzigartige Welt der Geschichten und Legenden von Brocéliande. Realität und Fantasie verschmelzen, wenn man sich dem Galeriegrab La Morinais, dem Dolmen La Maison trouvée oder dem See Le Chaperon rouge nähert. Rundgänge von 1,5 bis 15 Kilometern folgen den Steinformationen, die den grasigen Boden bedecken. Wundern Sie sich nicht, wenn ein schelmischer Kobold, ein Korrigan, Sie begleitet: Dies ist sein Gebiet.

Naturschätze in Sicht!

Unter sagenhaftem Nebel oder heller Sonne offenbaren die Heidelandschaften ihr vielfältiges Gesicht. Wiesen,  Moore, Laub- und Nadelwälder bilden ein farbenprächtiges Mosaik. 382 Pflanzenarten gedeihen hier, wobei sich die blauen Reflexe von Pfeifengras, das Violett von Heidekraut, die Goldtöne von Ginster und das Weiß von Hahnenfuß vermischen. In dieser natürlichen Kulisse lassen sich bisweilen 180 Tierarten von Besuchern mit scharfem Auge erspähen. Libellen, Marder, Salamander, Spechte, Ziegenmelker und Falken profitieren von dieser geschützten Umgebung. Bei Führungen kann man sich den Bewohnern dieser Landschaft nähern. Der Klangpfad „Sur le bout de la Lande“ (Am Ende der Heide) lässt Kräuter und Bäume sprechen.

Wundern Sie sich nicht, wenn ein schelmischer Kobold, ein Korrigan, Sie begleitet! Dies ist sein Gebiet.

Wussten Sie schon?

Nicht immer aufrecht stehende Menhire

Die in Monteneuf aufgestellten Megalithen wiesen nicht immer gen Himmel. Im Mittelalter ließ die Kirche diese als heidnisch, da ohne biblischen Ursprung, befundenen Menhire umstürzen. Erst in den 1980er Jahren richteten Archäologen die Steine wieder auf.

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