© Alexandre Lamoureux
Pont‑Aven Eine reiche Inspirationsquelle
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Pont‑Aven

Der kleine Mühlen-Ort Pont Aven schmiegt sich idyllisch in die grüne Flussmündung des gleichnamigen Flusses Aven. Berühmt geworden ist er vor allem, weil Paul Gauguin hier im 19. Jahrhundert dreimal die Sommermonate verbrachte und viele seiner berühmtesten Werke genau hier entstanden. Beim Schlendern durch den Ort und über die Brücken kann man sich lebhaft vorstellen, wie die Poesie dieser Landschaften Künstler damals und heute begeistern.

Eine reiche Inspirationsquelle

Von der Stadt der Mühlen zur Stadt der Maler

Der Aven durchquert die Stadt und verwandelt sich dabei von einem kapriziösen Fluss in eine friedliche, von den Gezeiten und einigen Booten durchzogene Flussmündung. Der Wasserlauf schlängelt sich zwischen großen runden Felsen hindurch und lässt dabei eine oder zwei hölzerne Räder drehen, die heute noch von den einstmals 14 aktiven Mühlen der Stadt zeugen. Im 19. Jahrhundert schenkt eine Künstlerkolonie, die in diesem friedlichen Ort eine Schule gründet, dem Dorf neue Farben. Und noch heute setzen die zahlreichen Kunstgalerien des Ortes die damalige Künstlertradition fort.

Die “Schule von Pont-Aven”

Auf der Suche nach „exotischen“ Motiven kommen die Maler ab 1860 nach Pont-Aven. Der im Vergleich zu seinen Künstlerkollegen (Bernard, Sérusier, Maufra, usw.) besonders avantgardistisch veranlagte Gauguin übernimmt die Leitung der Künstlergruppe “Schule von Pont-Aven”. Von ihrer Pension aus – der kleinen Pension Gloanec, in der heute ein Buchladen untergrbracht ist, tragen die Maler ihre Staffeleien zum Bois d’Amour Wäldchen. Über einen gemütlichen Fußweg gelangt man noch heute zu den Orten, die ihnen als Inspirationsquelle dienten. Im Stadtzentrum zeichnet ein Museum inmitten von Kunstgalerien diese besonders kreative Zeit nach.

Ein wahrer Augenschmaus

Pont-Aven stellt eine ideale Brücke zwischen Kunst und Natur dar. Die Promenade Xavier-Grall führt den Besucher über versteckte Übergänge, an Waschplätzen und ehemaligen Mühlen vorbei von einem Ufer zum anderen. Die blühenden Flussufer bilden bunte Farbkleckse vor den Steinmauern und -brücken. Im Wasser erinnert ein großer, „Schuh des Gargantua“ genannter Felsbrocken daran, dass die Helden der Sagen immer an den schönsten Orten anzutreffen sind.

Nur wenige Pinselstriche entfernt…

Oberhalb des Liebeswäldchens “Bois d’Amour” verbirgt sich die Kapelle von Trémalo hinter Eichen- und Buchenvorhängen. Ihr seltsames asymmetrisches Dach neigt sich auf der Nordseite fast bis zum Boden. Gauguin hat dem mehrfarbigen Kruzifix des Kirchenschiffs mit seinem Gelben Christus zu weltweiter Berühmtheit verholfen.
Ein wenig weiter unten befindet sich eine hübsche Gezeitenmühle aus dem 15. Jahrhundert gleich neben dem Schloss von Le Hénant. Unten am Meer findet man den von weißen Badehäuschen malerisch eingefassten Strand von Port-Manech.

 

Wussten Sie schon?

Probieren Sie mal

Für eine Pause zwischen zwei Kunstgalerien oder um zu gewissen Zeiten im Sommer auf ein Abflauen des Touristenstroms zu warten, sind ein paar Kekse aus Pont-Aven genau richtig. Die berühmtesten unter ihnen sind die sogenannten Traou-Mad.

Offizielle Website des Tourismusverbands der Bretagne