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Roscoff Der britischste der bretonischen Häfen
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Roscoff

Roscoff, der kleine, auf einer Halbinsel am Ärmelkanal gelegene Ort, ist voller Charakter und lohnt einen Abstecher. Schöne, reich verzierte Reederhäuser, eine spätgotische Kirche – Sie werden von dieser Gemeinde, die Hafen und Badeort zugleich ist, bezaubert sein. Die vorgelagerte Insel Batz mit ihrem milden Klima lädt zum Entspannen ein.

Der britischste der bretonischen Häfen

Wohlstand durch Handel

Tuchhandel, Salzhandel, Holzhandel, im 19. Jahrhundert wurden selbst Zwiebeln nach England exportiert! Im historischen Zentrum erinnert alles an den mit dem Seehandel verbundenen Reichtum, von der von einem Garten umgebenen Kirche bis hin zu den prachtvollen Granithäusern, von den in Stein gemeißelten Booten bis hin zu den kleinen Leuchtfeuern am alten Hafen. Der Geist der Korsaren, Schmuggler und Kaufleuten hängt noch immer über den aufwendig gestalteten Eingängen der Keller an den Straßen oder am Ufer.

Vom Sand und von den Engländern bedrängt

Im Viertel Roskogoz nimmt die Geschichte von Roscoff ihren Anfang. Im Mittelalter ist dies nur ein Außenhafen von Saint-Pol-de-Léon. Ein Kalvarienberg aus dem 15. Jahrhundert zeugt noch immer von dem Dorf. Die Versandung des Hafens und die wiederholten Angriffe der Engländer veranlassen die Roscoviter, sich weiter nördlich anzusiedeln, dort, wo sich der heutige alte Hafen befindet. Von dort aus wächst der Ort und dehnt sich immer weiter nach Osten aus. Die Pointe de Bloscon, in der Nähe der Kapelle Sainte-Barbe, wird im 18. Jahrhundert befestigt.

Von Handelsexpeditionen bis hin zu kanalübergreifenden Beziehungen

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wandten sich die Johnnies, die Zwiebelhändler aus Roscoff, dem Ärmelkanal zu. Sie überquerten ihn, um die berühmten rosa Zwiebeln aus Roscoff auch in England zu verkaufen. Diese Verbindung mit Großbritannien ist geblieben: Fähren verkehren seit dem Bau des Tiefwasserhafens in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ganzjährig nach Großbritannien und von April bis Oktober nach Irland.

Von Thalassotherapie bis Algenernte

1899 wird in Roscoff das allererste Thalassotherapiezentrum Frankreichs eröffnet, in dem Doktor Bagot rheumatische Erkrankungen behandelt. Der Erfolg des Zentrums hat bis heute Bestand. Neben dem Zentrum für Meeresbiologie (Station Biologique de Roscoff), einem europaweit bekannten Forschungszentrum, entwickeln sich Unternehmen zur Ernte und Verarbeitung von Algen. Der Ort ist heute eines der größten Algenproduktionszentren im Finistère.

Wussten Sie schon?

Ein einzigartiger Garten ist rund um den Felsen Roch-Hievec entstanden. 3.000 subtropische Pflanzenarten gedeihen hier und profitieren vom Klima der Bucht.

Sehenswertes

  • Das „Mary-Stuart“-Haus (unter Denkmalschutz)
  • Der alte, im 17. Jahrhundert aus Granit gebaute Hafen
  • Das Feste Haus (Maison Forte, 16. Jh.) und der Wachturm (Ende 16. Jh.)
  • Die vollständig restaurierte Kirche Notre-Dame-de-Croas-Batz mit farbigem Dekor, Beinhaus und Umfriedung
  • Die von reichen Reedern und Händlern im 16. Jh. errichteten Granithäuser (verzierte Gauben, Kellereingänge, aufwendig gestaltete Wasserspeier usw.)
  • Die sechs denkmalgeschützten Häuser
  • Die Felskapelle Sainte-Barbe (17. Jh.)

Führungen

  • Führungen für Einzelpersonen (im Sommer)
  • Führungen für Gruppen (auf Voranmeldung)
  • Lehrpfad
  • Besichtigung speziell für Kinder
  • Bimmelbahn

Infos & Buchung

Tourismusbüro Roscoff, Côte des Sables, Enclos Paroissiaux


Kontakt

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Offizielle Website des Tourismusverbands der Bretagne
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