Erleben Sie die Delphine in der Bucht von Cancale

Mit Gaël im Herzen der Bucht des Mont-Saint-Michel

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Ein friedlicher Weiler, ein kleiner, von türkisfarbenem Wasser umspülter Strand und am Horizont die unvergleichliche Silhouette des Mont-Saint-Michel ... Das ist Port-Mer bei Cancale und vor dieser bezaubernden Kulisse erwartet uns Gaël vom Delphin-Verein Al-lark für eine Entdeckungsfahrt zu den Delphinen. Eine Erfahrung, die Sie so schnell sicher nicht vergessen werden…

Auf zu vier Stunden Seefahrt!

Ein paar Schritte durch das erfrischende Wasser des Ärmelkanals, und schon ist unsere kleine Gruppe an Bord der Tursiops II. Nachdem wir die Sicherheitswesten angezogen und uns mit den Sicherheitsvorkehrungen vertraut gemacht haben, erklärt uns Gaël strahlend, dass man bei „rund 70% der Fahrten das Glück hat, einige der 300 durch die Bucht ziehenden großen Tümmler zu sehen. Doch Delphine oder nicht, ich hoffe Sie werden in jedem Fall schöne Momente verbringen, denn hier gibt es eine Menge zu entdecken!"

Ein Schatz an biologischer Vielfalt

Mit viel Humor erzählt uns Gaël, dass die überraschenden Sandkorallen des Tidelands vom Meeresborstenwurm geschaffen werden, dass Wale und Schwertwale zu groß sind, um im seichten Wasser der Bucht zu leben… Der heute 30-jährige Gaël kam im Alter von sechs Jahren nach Cancale und kennt diesen Ort in- und auswendig. Doch was ist denn das für eine seltsame Kugel an der Wasseroberfläche? Gaël fischt sie aus dem Wasser. Es handelt sich um eine Oothek, eine Wellhornschnecken-Laich. In jeder Kapsel verbergen sich zehn Junge. Nur eines überlebt, nachdem es seine neun Brüder und Schwestern aufgefressen hat. Hart, das Leben der Wellhornschnecke!

Doch wie sollen wir die Delphine denn finden?

„Heute werden Sie für den Verein arbeiten. Sie müssen die Bucht selbst auf die kleinste Flosse durchsuchen.“ Eine 30 Zentimeter große Flosse in einer 550 km² großen Bucht zu finden, die also ungefähr so groß ist wie Paris, scheint unmöglich. „Die Delphine können rund 100 Kilometer am Tag zurücklegen. Heute Morgen wurden sie vor der Inseln Chausey gesichtet.“ Kurs in Richtung Norden, die Augen fest auf den Horizont gerichtet! Gaël erklärt uns, dass die großen Tümmler nicht die friedliebenden Wesen sind, die uns die Abenteuer von Flipper vorgegaukelt haben. „Es genügt, die Einschnitte auf ihrer Rückenflosse anzusehen, um sich ihrer wahren Natur bewusst zu werden. Und genau an den Narben, die das Ergebnis ihrer regen sozialen Beziehungen sind, erkennen wir sie. Die Aufgabe unseres Vereins ist es, sie zu zählen, sie anhand von Fotos ihrer Rückenflossen zu identifizieren, sie zu lokalisieren und auf diese Weise ihre Lebensgewohnheiten besser zu verstehen.“

Rückenflossen backbord!

Obwohl er zum ersten Mal an Bord ist, entdeckt Yannick die Gruppe Delphine, die in Richtung Nordosten unterwegs sind, als erster. Wir halten gebührenden Abstand, denn wir wollen sie ja keinesfalls stören! „Wenn sie Lust dazu haben, kommen die Delphine von selbst zum Boot“, erklärt uns unser Spezialist. An Bord herrscht große Aufregung. Zwei, vier, sechs Rückenflossen sind an der Wasseroberfläche zu sehen. Insgesamt ist es wohl eine Gruppe von etwa zehn Tieren! Plötzlich schnellen zwei der Tiere vor unseren überwältigten Augen in die Höhe. Was für eine Kraft! Als ich sie so in der Freiheit erlebe, verspreche ich mir, nie wieder einen Fuß in ein Delphinarium zu setzen. Plötzlich wechselt die Gruppe den Kurs und dreht sich im Kreis. Eine Jagd? „Wahrscheinlich. Manchmal ist das schwer festzustellen, selbst nach neun Jahren Beobachtungserfahrung.“ Die Delphine gehorchen Codes und Rhythmen, die für die menschliche Logik noch zahlreiche Geheimnisse in sich bergen.

Zauber einer Begegnung

Wir folgen ihnen jetzt schon eine knappe Stunde. Plötzlich gleiten zwei schöne, vier Meter große Exemplare unter unserem Luftboot hindurch. Die Begegnung war zwar nur von kurzer Dauer, doch wir können unsere Aufregung kaum in Zaum halten. Obwohl uns Gaël gebeten hat, uns nicht zu „lautstark“ zu begeistern, entgleiten uns dennoch einige Ohs und Ahs. Mit herrlichen Bildern vor Augen geht es zurück zum Hafen, an den Felsklippen der Landspitze von Grouin vorbei, wo sich Kormorane und Seemöwen ihrers Lebens erfreuen. Wieder am Strand angekommen danken wir Gaël mit strahlenden Gesichtern für diesen außergewöhnlichen Moment… ein Kindertraum wurde wahr!

Originaltext im Französischen: Julie Danet

 

Zusätzliche Informationen:

Die Ausfahrten  zur „Erforschung und Beobachtung der Meeressäuger“ finden von März bis November täglich statt - gegen Reservierung und sofern es die meteorologischen Bedingungen zulassen.

Zum Kalender und den verfügbaren Plätzen hier klicken

Achtung: Die Begegnung mit den Meeressäugern ist nicht garantiert, wenn auch 70% der Ausfahrten ihre Beobachtung zulassen.

Nähere Informationen zum Verein Al Lark finden Sie unter: http://www.al-lark.org/

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