© Alexandre Lamoureux
Kurzurlaub am Meer: Von Nantes an die Smaragdküste

Kurzurlaub am Meer: Von Nantes an die Smaragdküste

Von Berlin, München, Düsseldorf und Hamburg fliegen einige Airlines direkt nach Nantes. Und so ging es für Bloggerin Evelyn und ihre Freundin Isabelle mit Air France in knapp zwei Stunden von der Elbe an die Loire und von dort aus fünf Tage mit dem Mietwagen quer durch die Bretagne. Was Evelyn und Isabelle alles entlang ihrer Route gesehen und erlebt haben, zeigen sie hier.
Die Route:

Tag 1: Anreise in die Bretagne & Fahrt an den Golfe du Morbihan

Um 15.00 Uhr landen Evelyn und Isabelle in Nantes und holen am Flughafen ihren Mietwagen ab, mit dem sie entlang der Küste bis zum Golfe du Morbihan, dem kleinen Fast-Binnenmeer im Süden der Bretagne, fahren. Zu einem ersten Zwischenstopp lädt hier schon die Hafenstadt Vannes mit ihren bunten Fachwerkhäusern, schmalen Gässchen, gemütlichen Cafés und natürlich dem Hafen ein.

Übernachtet haben die beiden auf dem ehemaligen Bauernhof Val de Brangon, den die beiden Besitzer Nathalie und Patrick mit viel Liebe zum Detail und Leidenschaft in ein kleines Hotel umgebaut haben.


Tag 2: Kajaken im Golfe du Morbihan, Dahouet und das Cap Fréhel

Am nächsten Morgen geht es für Evelyn und Isabelle aufs Meer: „Am schönsten finde ich es, wenn die umweltschonendste Variante, eine Gegend zu erkunden, auch gleichzeitig die beste ist. Im Golf von Morbihan ist es das Kajak. Mit dem paddeln wir an einigen der 42 kleinen Inseln im Golf vorbei. Direkt unter unseren Kajaks sehen wir im klaren Wasser die Körbe der vielen Austerfarmen, die bei Ebbe teilweise komplett frei liegen. Ein Motor- oder Segelboot hätte für unsere Route viel zu viel Tiefgang.“ Geführte Kajaktouren können bei Armor Evasion oder einer der anderen Kajakverleihe am Golfe du Morbihan gebucht werden.

Nachmittags fahren Evelyn und Isabelle über idyllische Landstraßen einmal quer durch die Bretagne von Süd nach Nord, genauer gesagt: vom Golfe du Morbihan bis nach Saint-Malo an der Smaragdküste. Und das natürlich nicht ohne den ein oder anderen Zwischenstopp: „Kleine Fischerdörfer, wie die um Saint-Malo herum, lassen mein Herz direkt höher schlagen. In Dahouët schunkeln kleine Boote im Hafen, um den herum die schönen alten Häuser ehemaliger Reeder stehen. In Cancale gibt es einen kleinen Markt, auf dem frisch gefangene Austern zu günstigen Preisen verkauft werden. Und zwischen den Dörfern liegt das Cap Fréhel, auf dessen rauen Felsen wir uns den Meereswind um die Ohren haben pusten lassen.“

Mit dem Meeresrauschen einschlafen kann man in Saint-Malo fast überall. Die beiden mondänen Stadtvillen des Hotels Les Charmettes liegen direkt an der Strandpromenade und versprühen das Seebad-Feeling von anno dazumal wie der Ozean vor der Haustür die salzige Gischt.


Tag 3: Saint-Malo & das Atelier de la Crêpe

„In Saint-Malo bekamen wir das Rundum-Urlaubspaket: Direkt in der Stadt gibt es einen weitläufigen weißen Sandstrand mit coolen Bars und Restaurants an der Promenade. Für Kultur ging es in die Altstadt. Nach einem Spaziergang auf der alten Stadtmauer sind wir durch die Pflastersteingassen zwischen dem Schloss und der Kathedrale geschlendert.

Unsere beeindruckendste Begegnung in Saint Malo war die mit Bertrand Larcher. Er gründete mit dem Atelier de la Crêpe die weltweit erste Crêpes-Schule. Schüler aus aller Welt kommen hierher, um in Kursen von zwei Wochen bis zu sechs Monaten zu lernen, wie man die original bretonischen Galettes und Crêpes herstellt. Mit seiner Leidenschaft und Liebe zur Bretagne ist Bertrand weitaus mehr als ein Koch, sondern eher ein Botschafter für die Region.“

Wer möchte, kann wie Evelyn und Isabelle im Atelier de la Crêpe einen zweistündigen Crêpes-Kurs buchen und anschließend im Restaurant die Werke der Profis genießen.

Ein Erlebnisse für alle Sinne ist außerdem der Bootsausflug mit dem Delfinverein Al-lark in die Bucht von Cancale.


Tag 4: Mit einem waschechten Salzbauern durch die Salinen in Guérande

Auf dem Rückweg nach Nantes wartet am letzten Tag noch ein ganz besonderes Highlight auf Evelyn und Isabelle: ein Spaziergang durch die Salinen von Guérande, berühmt für ihr weißes, bretonisches Gold, mit dem Salzbauern Nicolas, der lange Zeit in Heidelberg gelebt hat und deshalb seine Geheimnisse und seinen Alltag hier in der Bretagne mit seinen Gästen auch in deutscher Sprache teilen kann:

„In Guérande haben wir uns früh morgens mit dem Salzbauern Nicolas auf Zeitreise begeben. Er erklärte uns, dass in den Salinen der Region das Salz noch genau so wie vor hunderten Jahren angebaut wird. Am Nachmittag schnappten wir uns die Räder und fuhren bei strahlendem Sonnenschein die traumhaft schöne Küstenstraße der Halbinsel Le Croisic entlang, an der die türkisfarbenen Wellen des Altantik mit voller Wucht an die schwarzen Felsen schlugen.“

Nach einer letzten Nacht in der Bretagne im Passez Simple, einem gemütlichen Hotel im Moor hinter den Salinen, geht es für Evelyn und Isabelle am nächsten Morgen mit einem Koffer voller Souvenirs von Nantes zurück nach Hamburg.

Evelyns Blog Landmeedchen

Landmeedchen ist ein Reiseblog für alle, die die Welt mit all ihren Facetten erleben möchten. Für alle, die auf ihren Reisen in sie eintauchen und sie nicht nur ansehen. Für alle, die nicht nur Nadeln auf der Weltenbummlerkarte, sondern vor allem Geschichten und spannende Begegnungen sammeln. Alle von Evelyns Geschichten aus der Bretagne findet Ihr in ihren Story-Highlights auf Instagram sowie auf ihrem Blog.

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